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Doppelt geküsst hält besser<3
Beautiful Girl<33

<33

..tüdelüüü^^

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Kapitel 40 <3.

Bills Sicht

Als ich morgens aufwache bin ich gerädert wie sonstwas. So ein Auftritt abends ist eben nicht ohne und durch die Aufregung konnte ich einfach nicht schlafen. So hat meine Mutter einige Schwierigkeiten, mich davon zu überzeugen, dass ich dringendst aufstehen müsste. ich drücke den Kopf in mein Kissen. "Noch 5 Minuten. . ." "Das hast du vor 10 minuten auch schon gesagt!" antwortet sie ungehalten. Ich stöhne nur auf. "Mama ich werde ein Star, ich brauche keine Schule." motze ich. "So brauchst du mir gar nicht erst anzufangen, entweder du stehst jetzt auf und gehst zur Schule oder ich muss mir das mit Vertrag noch mal überlegen - schließlich sollst du darunter ja nicht leiden, nicht wahr?" Als ich den Kopf hebe ist ihr Blick zuckersüß und sie lächelt mich an. Ich schaue hasserfüllt zurück, springe aber aus dem Bett, zische noch etwas von "Sklaventreiber!" und gehe ins Bad.

Nach einer kalten Dusche föhne ich meine Haare mit viel Stylingschaum, Haarspray und Gel zurecht und schaue kritisch in den Spiegel. An meinem Kinn entdecke ich einen nervigen Pickel, doch mit meinem großartigen Visagistentalent habe ich ihn bald überschminkt. Meine restliche Haut wird auch makellos - nicht, dass sie das sonst nicht wäre, aber sie wird eben noch ein Stück makelloser. Mit Eyeliner, Kajal und Lidschatten verwandele ich meine Augen in die geheimnisvollen Prachtexemplare, die immer aus meinem Gesicht funkeln und die mich aus Sicht vieler zur 'Schwuchtel' machen. Bei dem Gedanken muss ich mitleidig lächeln. Komplett fertig für die Schule gehe ich nach unten, werfe meiner Mutter nur einen verletzten Blick zu - den habe ich perfekt drauf - und schnappe meine Schultasche. Auf dem Weg zur Bushaltestelle könnte ich kotzen. Schule, wer braucht diesen Mist?!

Mein Bruder sitzt schon an der Haltestelle und grinst. "Naa, ausm Bett gefallen?" Ich brumme nur etwas vor mich hin und deute auf den Bus, der gerade um die Ecke biegt. Wir steigen ein, setzen uns nach hinten und schweigen, wie immer. Jeder von uns hängt seinen eigenen Gedanken nach und überlegt, wie er den Schultag möglichst gut übersteht. Die Fahrt dauert nicht besonders lange und bald hält der Bus schon - von mir aus hätten wir ruhig noch weiterfahren können. Schicksalsergeben steige ich die wenigen Treppen hinunter und begebe mich in Richtung Schulhof. Tom folgt mir über seine eigenen Hosen stolpernd. Ich schaue mich gelangweilt um. Wie immer, die gleichen Gesichter, die mir absolut überhaupt keine Lust auf mehr machen. Mädchen, die alle gleich aussehn und auf uns deuten, bescheuert kichern. Gott wie mich das nervt!

Jungs, die ebenfalls auf uns deuten und dabei ein paar blöde Bemerkungen fallen lassen. Ich bedenke sie nur mit einem verachtenden Blick und setze meinen Weg zum Schulgebäude fort. Ich blicke die Treppen hinauf und - halte inne. Ein Lächeln - wenn ich es recht überlege das erste an diesem beschissenen Morgen - breitet sich auf meinem Gesicht aus. Da steht sie, der Engel in Gestalt: Liv. Ich fange mich sofort wieder, setze eine betont gleichgültige Miene auf uns hebe die Hand zum Gruß. "Heeey.." begrüße ich sie langgezogen. Von ihr kommt kein Wort. Sie schaut mich unverwandt an und kommt - nein, schwebt - die Treppen hinunter auf mich zu.

 

 

22.6.07 14:15
 
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